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Mit modus21 eigene Wege finden

Schulentwicklungstag in Pfaffenhofen am 6. Mai 2006

Schirmherrschaft: Landrat Rudi Engelhard


Der Landkreis Pfaffenhofen

Pressebericht zum Schulentwicklungstag in Pfaffenhofen

Schulentwicklungstag an der Georg-Hipp-Realschule und am Schyren-Gymnasium Pfaffenhofen: Mit Modus21 eigene Wege finden
 

Schon die Anwesenheit vieler Ehrengäste, unter ihnen der Regierungspräsident von Obb., Christoph Hillenbrand, die beiden Landtagsabgeordneten Erika Görlitz und Max Weichenrieder, Landrat Rudi Engelhard, der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Oberbayern-West Nikolaus Spreng und andere, zeigt die Bedeutung, die dem Schulentwicklungstag unter dem Motto „Mit Modus21 neue Wege finden“ zugemessen wurde.

 

Natürlich waren die wichtigsten Besucher die Vertreter der verschiedenen Schularten von der Förderschule über Grund- und Hauptschulen bis zu Realschulen und Gymnasien. Empfangen wurden sie in der Aula des Schyren-Gymnasiums von der Big Band unter der Leitung von Dr. Stefan Daubner.

 

Nach kurzen Begrüßungsreden von BR Schlegel und dem Hausherrn OStD Gessler betonte Regierungspräsident Hillenbrand, dass die zahlreiche Teilnahme von Engagement und der Bereitschaft, sich fortzubilden, zeuge.

 

Bildung bestehe auch darin, „einen Grundkanon von Wissen und Fertigkeiten zu vermitteln“; die Befähigung zu eigenverantwortlichem Handeln sei eine Kernkompetenz. Mit Modus 21 wolle man erproben, wie viel Eigenverantwortung im Unterricht möglich ist. 44 Pilotschulen in Bayern, weit mehr als erwartet, nähmen an dem Versuch teil. Sein Eindruck sei, so Hillenbrand, dass die Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Eltern und Wirtschaft, die hier erfolge, „förderlich für die Bewältigung der Zukunft“ sei. Die Schule sei zwar kein Wirtschaftsbetrieb, aber doch zu wirtschaftlichem Handeln verpflichtet. Der Regierungspräsident wünschte den Lehrern: „Glück auf, viel Erfolg und Befriedigung bei Ihrer Arbeit!“

 

Landrat Rudi Engelhard hob die Leistungen des Landkreises für die Schulen hervor, merkte aber kritisch an, dass man für Schüler, die keinen Abschluss schaffen, mehr tun müsse. Er trat auch für mehr Selbstverantwortung ein; dann könne man „weniger nach oben abschieben“, wenn es mal nicht funktioniere.

 

Hintergründe und Absichten von Modus 21 erläuterte Ministerialrätin Regina Pötke, die Geschäftsführerin der Stiftung Bildungspakt Bayern. Hier seien keine Vorschriften vorgegeben worden, sondern man habe gesagt: „Erprobt etwas, was ihr schon lange machen wolltet!“ Gerade zu dem Arbeitsfeld „Qualität von Unterricht und Erziehung“ seien viele Anregungen gekommen, deren abschließende Beurteilung noch nicht möglich sei. Insgesamt seien 60 Maßnahmen für alle bayerischen Schulen freigegeben; Rechtssicherheit bestehe durch eine KMBek und die neue Schulordnung.

 

In verschiedenen Projekten informierten sich dann die Teilnehmer bei Vertretern von Schulen, die Modus 21-Maßnahmen bereits erprobt haben und konnten mit ihnen darüber diskutieren. Mehr als 50 Workshops fanden sich so zusammen mit einem breiten Themenfeld vom Krisenmanagement über Leistungsmessung in neuen Formen, Personalführung, verschiedenste Unterrichtsformen über Konzepte für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz oder Neuerungen in der Oberstufe des G 8 bis zur Förderung sozialer Kompetenzen.

 

Nur unterbrochen von einer Mittagspause, in der das bewährte Küchenteam des BRK für gute Verpflegung sorgte, wurde intensiv bis in den Nachmittag hinein gearbeitet, und nach einer Zusammenfassung und Tipps für die Schulen gab’s dann noch Auflockerung und Entspannung mit Mike Eberle, Roland Andre und Claus Drexler von den Stachelbären, die die Lachmuskeln mit Lästern über Sicherheitsbestimmungen, hochgestochen formulierte Zeugnisbemerkungen, Dauertests – „A Sau wird aa net fett, bloß weil ma’s dauernd wiegt“- oder eine besondere Ich-AG arg strapazierten und dafür viel Beifall erhielten.

 

Erich Gruber



Druckansicht |  verfasst am 10.05.2006